Werte in unserer Gesellschaft …

Jens Bartusch (Vertrieb) 12.10.2006
9 Kommentare

Kürzlich wurde ich zum Nachdenken über die Bedeutung und Aktualität von Werten in unserer Gesellschaft angestoßen.
Und zwar hat mir unsere Personalabteilung zum 10-jährigen Betriebsjubiläum gratuliert und folgender Satz des Schreibens hat mich nachdenklich gestimmt:
„(…) Gleichzeitig danken wir Ihnen für Ihre Treue und Pflichterfüllung, die Sie in dieser Zeit bewiesen haben. (…)“
Dieser Satz kam mir irgendwie komisch vor – aber warum? Sind Treue und Pflichterfüllung mir nicht mehr wichtig? Spielen diese Werte in unserer heutigen Gesellschaft keine Rolle mehr? Ist das Schnee von gestern?
Bis heute habe ich noch keine Antwort darauf gefunden, aber ich werde weiter darüber nachdenken.

9 Kommentare
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Grossmeister *B* [Besucher]
29.07.2007  at 00:05 Krasse Sache hier! Ich hab da voll den passenden Link für euch Werte Checker gefunden ... hier müssta mal draufklicken!



[url]http://www.patrick-pehl.de/Meine_Meinung-ich_aeussere_mich/Werte/index.php[/url]

Ich habs auch oben in meine URL eingetragen
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Jens Bartusch (Produktmanagement) [FRoSTA]
16.01.2007  at 17:52 @Susanne

... hört sich interessant an. Leider kann ich z.Zt. nicht auf den Link zugreifen, weil der WebWasher das nicht zuläßt. Werde mich mal an meine IT-Kollegen wenden - was da machbar ist.
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Susanne [Besucher]
16.01.2007  at 13:54 Es gibt im Moment ein bundesweites Filmfestival, das sich mit genau diesen Themen beschäftigt (Arbeit, Wirtschaft, Globalisierung, was ist der Mensch noch wert etc.)



Hier mal der Trailer:

http://www.myvideo.de/watch/473468



Hab es mir selber angeschaut, uns es ist sehr zu empfehlen
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Junge [Besucher]
17.10.2006  at 19:51 Da hat er Recht, der Kollege, nur Pflichterfüllung alleine reicht nicht. Im Zeugnis sieht es schon bescheiden aus. Doch zurück zu den Werten.



Sicherlich spielen die Noten eine große Rolle, insbesondere beim Start ins Berufsleben. Als Personaler hat man in dieser Phase nicht viele Anhaltspunkte. Im persönlichen Gespräch sind sie jedoch von sekundärer Bedeutung. Sie sind als Bewerber/in, eine Persönlichkeit mit Ecken + Kanten. Geben sie sich ein unverwechselbares Gesicht, heben sie sich aus der Masse der Bewerber heraus. Mit „Typen“ wollen und werden wir am Markt wachsen.
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Frank Ehlerding (Controlling)
12.10.2006  at 22:43 Das klingt wirklich etwas komisch. Aber da muss man schon unterscheiden, in welchem Kontext diese Formulierungen stehen. In diesem Fall würde ich mir keine großen Sorgen machen. Solltest Du aber mal ein Arbeitszeugnis bekommen, wo drin steht: "Herr Bartusch hat immer seine Pflicht erfüllt", dann würde ich mir ernsthaft Gedanken machen... Antworten
Sven
12.10.2006  at 18:38 Naja,



in Zeiten in denen die Treue des Arbeitgebers gegenüber den Arbeitnehmern auch nicht mehr so ganz hoch im Kurs steht, müssen sich Unternehmen halt nicht wundern, wenn es umgekehrt mit der Loyalität ebenfalls bergab geht.



Wer jeden Tag die Benqs, EADS, etc. im TV verfolgt, wird sich schon fragen, ob jahrzehntelange Loyalität überhaupt noch irgendeinen Wert hat.



Wenn Firmen zu schlichten Gewinnmaximieren werden, darf man sich nicht wundern, wenn Menschen ebenso handeln.



Trotzdem "süss", dass Eure Personalabteilung das noch zu würdigen weiss....
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sdf [Besucher]
12.10.2006  at 16:14 "Pflichterfüllung" erinnert mich zuallererst an eine Todesnachricht an die Soldatenmutter zu Adolfs Zeiten - einen Dank für die erbrache Leistung über die Jahre lässt sich sicherlich schöner formulieren Antworten
Phillip [Besucher]
12.10.2006  at 15:07 Leider kann ich mich Yvonne nur anschließen. Hebt man als Bewerber Eigenschaften wie Sorgfalt, Ehrlichkeit und Freundlichkeit hervor, wird die Bewerbung von der HR-Abteilung (nicht persönlich nehmen Herr Junge) als ausdruckslos in die "runde Ablage" sortiert. Schließlich werden diese Eigenschaften als selbstverständlich vorausgesetzt. Aber ist das so? Wenn keiner mehr drüber redet, fallen sie früher oder später unter den den Tisch.

Aber bevor ich zu weit abschweife, will ich kurz die "Treue" ansprechen. Wo gibt es noch die klassische "Festanstellung"? Befristete Arbeitsverträge sind doch so in momentan... Wie soll der Arbeitnehmer da eine "Treue" zum Unternehmen entwickeln? Und mit der Pflichterfüllung sieht's doch ähnlich aus... Nach mir die Sintflut, ich werde doch eh bald ausgetauscht! So gesehen wären mangelde Treue und Plichterfüllung hausgemachte Probleme...
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Yvonne [Besucher]
12.10.2006  at 14:15 Also mir drängt sich auch immer mehr das Gefühl auf, dass "klassische" Werte immer weniger zählen, obwohl doch gleichzeitig das Fehlen dieser Werte bemängelt wird (vgl. Kopfnoten in der Schule). Ich befinde mich gerade im Bewerbungsprozess und habe das Gefühl, dass ganz grundlegende Eigenschaften, wie Sorgfalt, Ehrlichkeit, Freundlichkeit, etc. irgendwie gar nicht mehr wichtig sind. Stattdessen lieber "die eierlegende Wollmilchsau die tanzen kann" ;) Antworten

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