Voll in die Hose gegangen

Frank Ehlerding (Controlling) 24.01.2017
2 Kommentare

Ich hätte ja überhaupt keine Ahnung von Mode, hat eine Bekannte bei mir neulich wieder mal festgestellt. Ich gebe zu, das Thema kaputte Hosen ist eigentlich nicht neu. Aber ab und zu rutscht mir dann doch immer noch mal eine spitze Bemerkung raus über die Jeans mit dem vorgefertigten Löchern im Stoff. Als meine Bekannte aber mal beim Arzt war und dieser dann fragte: „Na, was haben Sie denn für Probleme?“ und sich diese Frage dann sofort selbst beantwortete mit: „Ach, ich sehe schon, Ihre Hose ist kaputt!“, da musste ich dann grinsend feststellen, dass ich mit meiner altmodischen Ansicht vielleicht doch nicht so alleine bin.

Da hätte meine Oma sofort die Stopfnadel  rausgesucht!

Gut, meine Oma hat Klamotten auch nicht gleich weggeschmissen, nur weil sie ein Loch hatten. Das wurde gestopft oder es wurde ein Stoffflecken drauf genäht. Aber eine kaputte Hose zu kaufen, die dann auch noch mehr kostet als eine heile, da wäre meine Oma sicher nie drauf gekommen.

Was hat das aber mit FRoSTA zu tun?

Mir kam da ein Fall aus der Vergangenheit in den Sinn, bei dem uns in der Produktion ein Fehler unterlaufen ist: Die Schweißnähte bei einem Fertiggericht im Beutel hielten nicht richtig dicht, was zur Folge hatte, dass einige Beutel nach und nach von selbst wieder aufgingen. Das fiel leider erst auf, als wir schon einige Paletten von diesem Artikel an den Handel ausgeliefert hatten.

Und was macht FRoSTA?

Wir entschuldigen uns bei unseren Handelskunden, rufen die Ware zurück und verpacken die Ware noch einmal neu.

Was für ein Fehler!

Ich denke, wenn es Käufer gibt, die mit Vorliebe kaputte Hosen kaufen, dann gibt es doch sicher auch Liebhaber, die sich für kaputte Tüten erwärmen können, oder? Es hätte also viel mehr Sinn gemacht, wenn wir die Beutel als „Limited Edition“ mit dem Hinweis: „Jetzt im stylischen aufgerissenen Beutel!“ auf den Markt gebracht hätten. Und dafür hätten wir auch noch mehr Geld kassieren können als für heile Beutel!

Mensch, da muss jetzt erst wieder ich als Controller den Kollegen aus dem Marketing sagen, wie sie ihre Arbeit machen müssen. Aber als guter Controller ist man sich eben auch nicht zu schade, mal einen guten Rat zu geben. Bitteschön, liebes Marketing, macht was draus. 😉

2 Kommentare
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Karl Müller
25.01.2017  at 21:55 Nette Glosse! Dazu fällt mir der Spruch ein: Wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein ;-)

Schönen Abend!
Karl
Antworten
Briddi
30.01.2017  at 13:46 immer wieder klasse :-) Antworten

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