Taste the Waste

Felix Ahlers (Vorstand) 08.09.2011
5 Kommentare
Bericht: Taste the waste

(klicken = Großbild)

Gerade finde ich dies zur Premiere des Films. Wenn man mal überlegt was alles so an Brötchen und Frischeprodukten im Müll landet, ist das schon unglaublich, besonders wenn man an den Hunger in der Welt denkt.

Bei Tiefkühlkost, mit einer Haltbarkeit von meistens 12 Monaten gibt es das Problem praktisch nicht. Trotzdem machen sich das wohl viele Leute gar nicht klar – denn das Tiefkühlimage ist ja nicht unbedingt das Beste.

Auf jeden Fall ein wichtiges Thema, wenn man über Energie, Umweltschutz, Hunger und Verschwendung nachdenkt!

PS: Gerade lese ich hier noch zwei interessante Links:
1. Tipps wie man die Verschwendung reduziert
2. ein Video: eine Frau und ihr Tiefkühler

5 Kommentare
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Gast
25.12.2011  at 14:15 Echt ein toller Film, ich war mit ein paar kommilitonen und WG-Freuden im Dortmunder Kino und wir waren echt geschockt und teilweise traurig, was wir da sehen mussten. Gutes Essen wurde einfach weggeschmissen weil es "effizienter" war, als es zu verkaufen oder gar zu verschenken. Unglaublich diese Welt!

[ Anm. d. Admin: Nickname geändert. Keine Keywords bitte - siehe Blogregeln. ]
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Neueste Studie beweisst: Tiefkühlkost landet weniger oft im Hausmüll… | FRoSTA-Blog
01.12.2011  at 19:19 [...] dieses Jahr ja schon in dem Film Taste the Waste thematisiert worden und wir hatten auch hier im Blog schon darüber berichtet. Was ich persönlich erschreckend an den Ergebnissen der Studie finde, ist dass vor [...] Antworten
Martin
13.09.2011  at 11:28 "denn das Tiefkühlimage ist ja nicht unbedingt das Beste" wenn man bedenkt wie viel energie dabei gebraucht wird die waren herzustellen und auch noch kühl zu halten im vergleich zu einem einfachen brot ;-) aber prinzipiell stimmt es schon, dass oft zu unrecht gegen die tiefkühlkost gewettert wird.

[Anm. Frank Ehlerding (FRoSTA): Werbelink gelöscht. Bitte Blogregeln beachten!]
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Jürgen Hestermann
13.09.2011  at 17:22 Ja wieviel Energie ist es denn? Ich weiß es zwar auch nicht genau, aber ich glaube, viele haben da falsche Vorstellungen. Das Brot zu backen verschlingt ja auch enorme Mengen Energie. Und nur von Brot allein will ja auch niemand leben. Tiefkühlkost mit Brot zu vergleichen hinkt ja ziemlich. Man kann es ja wohl nur mit gleichem Essen vergleichen, welches lediglich auf andere Art haltbar gemacht oder frisch gekocht wurde. Antworten
Jürgen Hestermann
11.09.2011  at 19:32 Ja, ich denke auch, dass sich da ein sehr negatives Image festgesetzt hat. Dabei wäre Tiefkühlkost eigentlich fast ideal für die Ernährung:

1.) Je nach Vorrat mehr oder weniger sofort verfügbar (in kurzer Zeit verzehrfertig).

2.) Effiziente Herstellung durch industrielle Fertigung. Dadurch geringer Energieaufwand pro Gericht.

3.) Theoretisch die beste Erhaltung von Nährstoffen (wenn frisch geerntetes verarbeitet wird).

Auch der Energieverbrauch zum Kühlen scheint mir relativ moderat. Große Kühlhäuser (Zwischenlager) sind ja sehr effizient, da die wärmeableitende Oberfläche mit der 2. Potenz, das Volumen aber mit der 3. Potenz steigt. Bei verdoppelter Kantenlänge des zu kühlenden Volumens vervierfacht sich dessen Oberfläche (also vierfacher Energieverbrauch) aber das Volumen verachtfacht sich. Pro Volumen hat man also nur die Hälfte an Energieverbrauch. Nochmalige Verdoppelung halbiert den Verbrauch nochmals usw. Je kleiner es wird (bis zur Gefriertruhe zu Hause), wird es dann allerdings immer ungünstiger. Wenn man aber bedenkt, was die Alternativen sind, dann spielt das meines Erachtens eigentlich keine große Rolle.

Wenn man frische Lebensmittel haben möchte (die nur saisonal geerntet werden) dann müßen diese sehr schnell (per Flugzeug) auf dem Erdball verteilt werden. Das führt zu extremen Energieverbrauch und/oder Verlust von Inhaltsstoffen (jedenfalls bei den meisten Feldfrüchten). Die vielbeschworenen "regional" anbebauten Lebensmittel sind nur für eine kurze Zeitspanne des Jahres verfügbar. Schnell tiefgefroren stehen diese Lebensmittel aber das ganze Jahr zur Verfügung und können energiesparend langsam per Schiff transportiert werden. Bei frischen Lebensmitteln kommt noch der von Ihnen erwähnte hohe Verlust auf jeder Stufe des Weitertransports dazu. Ob wir uns in Zukunft noch so eine Verschwendung leisten können?

Einkochen ist im Vergleich zu Einfrieren sehr verlustreich (bezüglich der Inhaltsstoffe) und auch meist nur für einzelne Rohwaren möglich. Für ganze Gerichte, die tellerfertig vorbereitet sind, kommen dann eigentlich nur Suppen und Eintöpfe in Frage.

Der schlechte Ruf von Tiefkühlkost ist ja eigentlich dadurch entstanden, dass solches Essen fast immer mit minderwertigen Zutaten angeboten wurde, die dann im Geschmack mit allerlei Mittelchen aufgepeppt werden mußten. Der Preis und der Geschmack war ja auch das Einzige, wonach sich der Kunde richten konnte. Und ob der Geschmack aus den Zutaten selbst kam oder ob nachgeholfen wurde konnte man ja nicht wissen.

Deshalb auch von mir noch einmal ein Lob an FRoSTA, dass Sie diesen Weg gegangen sind, als einziger Hersteller glaubwürdig und nachprüfbar nur die reinen Zutaten zu verwenden. Ich wäre sehr für ein allgemeines Gütesiegel (ähnlich wie es für Bio eingeführt wurde), welches die Einhaltung des Reinheitsgebot gesetzlich regelt.
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