Wo ist die „Grenze“ des Reinheitsgebotes?

Felix Ahlers (Vorstand) 24.08.2012
12 Kommentare

Oft müssen wir erklären wo wir bei unserem Reinheitsgebot genau die Grenze setzen. Welche Zutaten akzeptieren wir, welche nicht? Grundsätzlich orientieren wir uns an der guten Küche, die sich ja über Jahrhunderte durchgesetzt hat. In allen Ländern zeichnet sie sich so aus:

  1. Die Gerichte müssen immer relativ günstig sein. Sie mußten ja auch früher für alle bezahlbar sein. Beispiel: ein französisches Boeuf Bourgignone oder ein italienisches Osso Bucco werden aus günstigen Fleischteilen und anderen günstigen Zutaten gekocht.
  2. Die Gerichte müssen gut schmecken. Dies gilt natürlich immer und liegt auch daran wie gut der Koch ist.
  3. Die Gerichte müssen sich als gesund und bekömmlich durchgesetzt haben. Und zwar langfristig gesehen.

Gerade den letzten Punkt finden wir wichtig: Denn in den letzten 20-30 Jahren werden immer mehr Aromen und Zusatzstoffe eingesetzt, ohne dass man weiss ob diese langfristig gut sind. Genau dieses Risiko wollen wir nicht eingehen. Also akzeptieren wir nur Zutaten die schon immer verwendet wurden.

Ein Tomatenmark ist also für uns noch ok (weil es schon immer eingesetzt wird), ein Tomatenprodukt welches mit viel Technik „umgebaut“ wird und dann eher als Geschmacksverstärker eingesetzt wird, eben nicht.

Übrigens, seit einigen Wochen haben wir eine Pfeffermühle. Seitdem kommt nur frisch gemahlener Pfeffer in unsere Gerichte. Wie beim Kaffee schmeckt man den Unterschied deutlich! Und wir können fein und grob mahlen: fein gemahlener Pfeffer schmeckt deutlich schärfer, grob gemahlener Pfeffer hat mehr Aroma. Auch dies kennt man ja aus jeder guten Küche!

Hier ein kleines Video dazu:

12 Kommentare
Schreibe einen Kommentar
M.Gadke
24.08.2012  at 16:25 Tierprodukte aus artgerechter Haltung (keine Massentierhaltung) wären für mich das wichtigste Reinheitsgebot. Der Preis spielt für mich eher eine untergeordnete Rolle. Antworten
anonymdurchpseudonym
25.08.2012  at 02:06 Ich schließe mich dem Vorredner an. Wobei ich einen Schritt weiter gehen würde und vegane Produkte fordern möchte. Grund: Der Glaube an artgerechte industrielle Tierhaltung ist verloren gegangen. Antworten
Bofrost Frostmann Frischeplus Die bei Frosta haben jetzt eine Pfeffermühle,
26.08.2012  at 14:52 [...] Artikel über Zusatzstoffe und darüber, daß frisch gemahlener Pfeffer besser schmeckt, hat Felix Ahlers im Frosta-Blog veröffentlicht. Auf seine Artikel zu lauern, das lohnt sich!Das schmeckt ähnlich:Die magische [...] Antworten
Klabund
26.08.2012  at 18:22 Ich würde eher einen Schritt zurück gehen als meine Vorredner. Bio / Vegan - Zielgruppe hat ihre Bezugsquellen wohl schon woanders.
Wie ich hier schon oft gemeckert habe, wünsche ich mir mehr (oder überhaupt mal) Männergerichte. Zigeunerklöße usw. wie es sie schon lange als Fertiggerichte gibt, aber leider nirgends in Frosta-Qualität.

Die beiden einzigen Gerichte von Frosta die ich bisher kurzweilig toll fand waren das Hühnerfrikassee und die Rahm-Pilz-Pfanne. Ansonsten habt ihr ja echt nur Gemüsepfannen.

[ Anm. d. Admin: Bitte auf die Blogregeln achten - die verlinkte Seite musste leider gelöscht werden. ]
Antworten
Walter
26.08.2012  at 18:47 Tieprodukte aus artgerechter Haltung wären wirklich mal toll in Frosta-Gerichten. Ob das Gemüse bio ist oder nicht - wen interessiert's? Antworten
M.Gadke
26.08.2012  at 19:58 @Klabund, Ihre Antwort und deren Inhalt schrammen gut und gerne 200 Meter am Thema vorbei. Was haben Männergerichte und Zigeunerklößchen mit der Grenze des Reinheitsgebots zu tun?

Die Zielgruppe, der wohl auch Sie angehören hat ihre Bezugsquellen eher woanders.
Antworten
Angelika
23.11.2012  at 18:27 Endlich kann ich einer Firma vertrauen,es nervt ständich auf Zutaten zu schauen bei anderen Produkten bzw. Herstellern.
Leider zu wenige Angebote in unserer Region
(Ansbach)
Die Beschreibung der Zutaten.sehr gut!
Antworten
heintze
21.11.2013  at 21:40 Ritter Sport (Schokolade) wurde heute abgestraft. Man hat dort doch Zusatzstoffe gefunden, die nicht deklariert sind. Das Unternehmen teilt mir, dass in der 4 Ebene der Unterzulieferer tatsächlich geschlammpt wurde. Da wurde was beigemischt..

Die Qualitätskontrollen von FRoSTA kann ich nur begrüßen.
Antworten
Baba
23.04.2014  at 16:48 ja, auch ich bin absolut positiv überrascht.

ich muss gestehen, dass ich längere zeit davon nichts mitbekommen habe. das mag daran liegen, dass herkömmliche werbung über TV oder Prospekte nicht zu mir durchdringen.

aber nachdem ich vor zwei tagen die dokumentation "unser täglich gift gib uns heute" (youtube) gesehen habe... mache ich mir mehr gedanken über ernährung als jemals zuvor.

ich bin kurze zeit später auch auf eine andere dokumentation gestoßen bei der erwähnt wurde, dass frosta zusatzstoffe konsequent aus den produkten entfernt hat.

es freut mich extrem da ich tiefkühlnahrung gegenüber sehr aufgeschlossen bin und regelmäßig fisch und gemüse in form von tiefkühlkost kaufe. und einen höhren preis zahle ich da gerne, wenn ich weiß dass es was gutes ist!

allerdings hätte ich noch gerne gewusst woher frosta die zutaten für die gerichte bezieht. also wird zB darauf geachtet, dass kein genmanipulierte oder mit pestiziden behandelten zutaten dabei sind? das wäre mir persönlich mindestens so wichtig wie das weglassen der zusatzstoffe!

wenn man bedenkt wie viel krankheiten durch eine schlechte ernährung ausgelöst werden ... !!! leider ist vielen die langzeitwirkung von kleinen schadstoffen nicht bewusst.

ich denke frosta ist absolut auf dem richtigen kurs und ich hoffe, dass frosta noch viel aufklärungsarbeit leisten wird um die dinge aufzudecken die in der industrie falsch laufen.

der industrie muss verbraucherfreundlich werden! das wird sich auch in den nächsten jahren immer drastischer in diese richtung bewegen. frosta ist eines der ersten positiven beispiele dafür, dass das machbar ist und sich auch dorthin entwickeln wird!
Antworten
Felix Ahlers (Vorstand)
24.04.2014  at 10:19 Danke für den positiven Kommentar!

Woher wir unsere Zutaten beziehen kann man übrigens für jede Einzelzutat genau im Zutatentracker nachlesen!

Jede Zutat wird beim Eingang bei uns untersucht und unsere Lieferanten besuchen wir regelmäßig. Und bei Pestizidien und Schädlingsbekämpfungsmittel haben wir strengere Vorgaben als die gesetzlichen.

Allerdings "leisten" wir uns nur bei einigen Zutaten den Biostandard (z.B. beim Sonnenblumenöl), weil sonst unsere Produkte noch einmal deutlich teurer wären und wahrscheinlich nur noch in Bioläden zu finden wären.
Antworten
tom carlson
31.07.2016  at 15:20 Bin absoluter Frosta Fan und möchte mich hier mal bedanken für eure vorzüglichen Produkte, die für industriell hergestellte Gerichte auch geschmacklich hevorragend sind.

Mich würde interessieren ob die Thailand Hühnchen mit Gen-Soja gefüttert werden...
Antworten
Felix Ahlers (Vorstand)
01.08.2016  at 13:24 Hallo, danke für das Interesse. Nein, die Hähnchen werden genfrei gefüttert und das Soja und Getreide wird vom Landwirt vor Ort selbst angebaut. Das war uns wichtig, damit wir die Futterkette gut verfolgen können. Antworten

Schreibe einen Kommentar


Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Bitte fülle alle mit (*) markierten Felder aus.

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten zum Zweck der Kontaktaufnahme und für Rückfragen gespeichert werden.

Finde deinen nächsten Supermarkt

Suchst du nach FRoSTA Produkten in deiner Nähe? Dann gib einfach deine Postleitzahl ein und Supermärkte in deiner Umgebung werden dir angezeigt.

Zutatentracker

Auf jeder FRoSTA Verpackung findest du einen 8-stelligen Trackingcode (beginnend mit L). Wenn du diesen hier eingibst, werden dir die Zutatenherkünfte für genau das FRoSTA Produkt aufgelistet, das du in deiner Hand hältst. i Der Zutatencode ist eine achtstellige Folge von Zahlen und Buchstaben. Er beginnt mit "L" und befindet sich auf der Rückseite oder auf der Seitenklappe der Verpackung - direkt unter dem Mindesthaltbarkeitsdatum. x

Suche nach einem Beispiel-Produkt:

Alles über unsere Zutaten