„Rezepturen geraten ins Fadenkreuz“

Jens Bartusch (Vertrieb) 08.09.2008
16 Kommentare

Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit lese ich die o.g. Überschrift in der Lebensmittel-Zeitung (Fachblatt der Lebensmittelbranche). Der Untertitel lautet „Produzenten reagieren erfinderisch auf Rohstoffhausse – Teure Inhaltsstoffe auf dem Prüfstand“.
Es wurden auch gleich erste Anregungen aufgezeigt:
sparpotenziale.JPG

Schon sehr verlockend, aber für Markenartikler wie FRoSTA kein Weg.

16 Kommentare
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Gerhard Zirkel
08.09.2008  at 15:03 Das erinnert mich an eine Meldung die mich neulich erreichte. Demzufolge soll das was wir auf Pizza, Hamburgern etc. als Käse zu uns nehmen oftmals nur eine Mischung aus Palmöl, Stärkemehl, Wasser, Milcheiweiß und Salz sein.

Schmeckt wie Käse, ist aber viel billiger. Da zahl ich lieber etwas mehr und ess dafür weniger davon - schaden kann das zumindest der Figur nicht :)

Gerhard Zirkel
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Horst
08.09.2008  at 19:22 Ich glaube darüber hatte ich bei das-ist-drin schon ausführlich gelesen. Mompls... ahh... neee... Eco News wars:


Aber doch... auch bei das-ist-drin war was dazu: Link

[Anm. d. Admin: Links gekürzt, damit sie nicht aus dem Kommentarfeld "laufen"]
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Djinni
09.09.2008  at 08:39 Bei Schokolade ist es ja so: klar kann man die Rezeptur durch die Zugabe von Fremdfetten verbilligen, gibt man aber mehr als 5% zu, darf sich das Endprodukt nicht mehr Schokolade nennen (sondern kakaohaltige Fettglasur oder so).

Nichtsdestotrotz ist die Veränderung von Rezepturen natürlich gang und gäbe. Die Hersteller müssen nur aufpassen, dass sie den Bogen nicht überspannen, wenn's nämlich am Ende nicht mehr schmeckt, kauft es auch keiner mehr. Aber Frosta hat dieses Problem ja sowieso nicht...
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Jens Bartusch
09.09.2008  at 09:08 @Horst
Interessante Links!
Das kennen wir auch - ist aus unserer Sicht der verbraucherfreundlichere Weg nicht an der Qualität zu schrauben:
"McDonald's testet derzeit kostengünstigere Wege seine doppelten Cheeseburger zuzubereiten. Schon jetzt werden diese in manchen Filialen nur mehr mit einer Scheibe Käse anstatt mit zwei verkauft. Auch Burger King plant, einen kleineren Whopper Jr. Hamburger einzuführen, um Kosten zu senken, berichtet das Wall Street Journal. Kleiner werden auch die Mini-Ausgaben der Mars Inc. Produkte, zu denen M&Ms und Snickers gehören." (Quelle: Eco-World)

Das bereitet auch uns Kopfzerbrechen:
"In Zeiten in denen alles immer teurer zu werden scheint, entscheiden sich Verbraucher allerdings häufiger für das etwas günstigere Produkt, manchmal zu Lasten der Qualität, häufig jedoch einfach nur zu Lasten des "guten Namens"." (Quelle: Das ist drin.de)

Das mit dem guten Namen ist so eine Sache, wenn die Unterscheidung zu Billigprodukten augenscheinlich kaum noch gegeben ist.
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Jürgen Hestermann
09.09.2008  at 17:18 @Djinni

Das Problem ist aber ja nicht (nur), ob etwas noch schmeckt oder nicht, sondern ob Geschmack und Nutzen für den Körper noch (evolutionär) gekoppelt sind. Je mehr man den Geschmack überlistet, desto größer die Gefahr, das der Nutzen auf der Strecke bleibt. Man stelle sich vor, es wäre möglich, jeden "Geschmack" (von der Rinderroulade bis zum Himbeereis) künstlich herzustellen (was ja teilweise schon der Fall ist). Man könnte dann Geschmack, Aussehen, Konsistenz, etc. völlig separat "designen" und damit z.B. Wasser sehr wohlschmeckend und ansprechend auf den Markt bringen. Der Organismus denkt ständig, er würde Rouladen essen, in Wirklichkeit bekommt er aber nur Wasser (vielleicht noch mit irgendwelchen unverdaulichen Fasern). Der Verbraucher bemerkt den Schwindel aber nicht unbedingt. Es schmeckt ihm halt trotzdem. Und ob er gesundheitliche Probleme dann noch dem langen Konsum von "gefakter" Nahrung zuordnen kann, wage ich ja zu bezweifeln. Die Evolution braucht aber wahrscheinlich Jahrtausende um diesen Weg als falsch auszumerzen.
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Martin S.
10.09.2008  at 11:52 @Jens Bartusch

Das mit dem Namen haben aber auch Sie (nicht persönlich, sondern als Unternehmen) mitzuverantworten meiner Ansicht nach.

Ich stelle an mir selbst fest, dass ich lange Zeit etwas skeptisch gegenüber Handelsmarken war. Erst als ich erfahren habe, von welchen Herstellern vieles davon kommt, greife ich auch öfter mal zu.

Würden die Hersteller den Händlern also nicht mehr erlauben unter eigenem Namen zu verkaufen, dann würden, denke ich, auch weniger von der Marke abspringen.
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Jens Bartusch
10.09.2008  at 13:41 @Martin S.
Da ist etwas d'ran. Allerdings gibt es einige Hersteller die keine eigene Marke haben und die wären natürlich hoch erfreut, wenn der FRoSTA Konzern ihnen das Feld überließe ;-)
Außerdem wird bei uns im Konzern nach den Anforderungen bzw. Spezifikationen der Auftraggeber produziert und die sind für die Marke FRoSTA anders als für die Handelsmarken.
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Bremer
10.09.2008  at 22:35 OT, aber mich wundert, im Blog gar keinen Hinweis auf den heutigen einseitigen Artikel im Weser Kurier über das Zusatzstoffmuseum zu finden.
Der Text (ohne zugehörige Fotos) ist im Netz abrufbar:
http://www.weser-kurier.de/btag/btag_1348.php?artid=2008091000867
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Felix Ahlers (Vorstand)
11.09.2008  at 13:13 @Bremer: von dem Artikel habe ich gehört. Was meinen Sie genau mit "einseitig"? Antworten
Frank Ehlerding
11.09.2008  at 14:33 @ Felix Ahlers
Wahrscheinlich, dass der Bericht auf einer (ganzen) Seite ist.
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saibot
11.09.2008  at 17:57 wird bei Frosta nicht gemacht? Na hoffentlich. Damit würde man auch ein relativ gutes (und sicher nicht billiges) Image von Frosta zerstören, oder? Zudem ist in der EU nicht alles erlaubt, was in den USA so mit Lebensmitteln gemacht wird. Antworten
Robert Steinmetz
17.09.2008  at 11:23 Hallo,
warum macht Frosta keine zusatzstofffreien Tiefkühlsuppen?
Ich kaufe häufig sowas und lieber als Tütensuppen und Dosensuppen. Die gibts inzwischen auch ohne Glutamat etc., aber der Frischefaktor fehlt mir irgendwie. Bei "Netto" habe ich einen 2,7-kg-Klotz mit 6 verschiedenen Portionen Tiefkühlsuppe gefunden. Ganz schön viel Masse an Suppe und gar nicht so billig und voll mit Glucono-Delta-Lacton, Phosphaten, Glutamat und und und...Die meisten Discounter-Kunden schreckt das bestimmt nicht, aber mich. Also naturbelassene TK-Suppen kommen für Euch nicht in Frage?
Der Hersteller bewirbt den Klotz für die Gastronomie, gar nicht mal für zu Hause. Ich machs aber im Topf warm und nicht in der empfohlenen Mikrowelle.
Kennt Ihr Pundo300.com? [Anm. d. Admin: Ja, kennen wir --> Artikel über Pundo :-)] Das ist Werbung gegen Realität. Ein Sonnen Bassermann-Schalenmenü sieht auf der Packung richtig appetitlich aus, auf dem Teller wie schon einmal verdaut und wieder serviert.


Einen schönen Tag noch wünscht Robert
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Bremer
18.09.2008  at 22:54 Genau, ich bezog mich nicht etwa auf den Inhalt, sondern auf den Umfang des Artikels, wie Frank Ehlerding das richtig erkannt hat. Antworten
FRoSTA Blog » Blog Archive » TK-Suppen von FRoSTA
20.09.2008  at 23:45 [...] Robert Steinmetz hat gefragt, warum es von FRoSTA keine zusatzstofffreien Suppen mit frischen, stückigen Zutaten gibt. (frei wiedergegeben - Origianleintrag unter “Rezepturen geraten ins Fadenkreuz“). [...] Antworten
Susanne
25.09.2008  at 12:09 Schaut mal bei foodwatch rein, wie ein Großkonzern sein Pesto "nach original italienischem Rezept" billigst zusammenmischt. Ein paar Alibi-Pinienkerne, mit Cashewnüssen aufgefüllt, ein paar Tropfen Olivenöl, mit anderem Öl aufgefüllt, mit Säure haltbar gemacht.

Ich weiß, Frosta ist eine Tiefkühlmarke, sagt ja auch der Name schon ;-)

Mein größter Wunsch wäre, dass mit dem Reinheitsgebot auch alle anderen Formen von Convenience-Produkten von Frosta auf den Markt kämen.

P.S. heute gibt es Hähnchengeschnetzeltes ...
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Jens Bartusch
25.09.2008  at 13:38 @Susanne
das Pesto habe ich auch schon gegessen, war mir aber zu bitter - mir schmeckt getrocknete Tomate viel besser - werde mal genau auf die Zutatenliste schauen (bin mittlerweile wohl schon beim Zutatenlesen von dem was ich zu mir nehme etwas nachlässig geworden)
Den Artikel über das Pesto bei foodwatch kannte ich noch gar nicht.
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