Beziehungsstatus Nutri-Score & FRoSTA: Es ist kompliziert.

Sebastian von FRoSTA (Marketingleitung) 24.11.2020
5 Kommentare

Wir sind in letzter Zeit ein paar Mal nach unserer Meinung zum Nutriscore gefragt worden. Tja, das ist für uns ehrlich gesagt so eine Sache. Wir beschäftigen uns nicht erst seit gestern damit und haben das Thema schon häufiger diskutiert.

Wir sind uns mit den Befürwortern des Nutri-Score einig, dass es für uns alle einfach ersichtlich sein muss, ob es sich um qualitativ hochwertige Lebensmittel handelt oder nicht. Es geht darum, die Transparenz zu erhöhen. Ganz besonders auch für uns. Darum haben wir schon 2009 bei der Lebensmittelampel mitgemacht, die sich aber nicht durchgesetzt und für uns bewiesen hat. Gemäß unseres Reinheitsgebots ist es uns ein persönliches Anliegen, dass du alles über unsere Produkte weißt, was wir selbst wissen.

Deswegen sollte der Nutri-Score aus unserer Sicht auch enthaltende (künstliche) Zusätze wie Geschmacksverstärkern und Aromen berücksichtigen. Dann wäre es eine gute Orientierung. Das tut er aber derzeit nicht.

Wir befürchten (da Zusätze derzeit nicht bewertet werden) als Folge sogar einen verstärkten Einsatz durch die Industrie, um ein möglichst gutes Nutriscore-Ergebnis zu zeigen und – offenes Geheiminis – auch Geld zu sparen. Chemie ist eben günstiger als natürliche und gute Zutaten. Das heißt zum Beispiel Geschmacksverstärker und Aromen statt Salz und Olivenöl.

Ebenfalls sehen wir die Gefahr, dass Produkte, für die hochwertig und teure Zutaten genutzt werden, durch den Nutri-Score abgestraft werden, weil sie dem Ampelsystem nicht entsprechen. Ein Beispiel: Wir nutzen echte Butter für unsere Schlemmerfilets. So manch anderer nimmt Margarine samt der Emulgatoren, Farbstoffen und Aromen, die da drin sind. Emulgatoren und modifizierte Stärken ermöglichen, dass mehr Wasser gebunden wird und der Fettgehalt geht dann natürlich automatisch runter. Das dementsprechende Ergebnis finden wir dann nicht ganz so cool, weil es unserer Meinung nach echte Transparenz vermissen lässt und die Wahrheit für uns alle kaschiert.

Aber genug von uns, wie steht ihr zum Nutriscore? Wir sind auf eure Meinungen gespannt.

5 Kommentare
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Anja
14.06.2021  at 18:55 Moin, ich persönlich brauche keinen Nutriscore. Die Nährwerte stehen doch drauf. Wenn ich Nudeln in Käse-Sahne esse, dann weiß ich auch so, dass ich dass ich das nicht täglich machen sollte. Und wenn ich wirklich vergleichen will, guck ich auf die Nährwerte. Was schön wäre, wäre eine verpflichtende Angabe der Ballaststoffe bei den Nährwerten. Aber Nutriscore und Co sind überflüssig. Mir ist es wesentlich wichtiger, dass eben „echte“ Zutaten verwendet werden und nicht nur eine gute Zutat in winziger Menge, damit man „mit echtem Käse“ oder so draufschreiben kann. Zusatzstoffe sind einzeln vielleicht unproblematisch, aber ich möchte sie einfach nicht essen. Frosta ist für mich „vergessen vorzukochen“ oder „ne, kein Bock heute“ oder bei den Gemüseboxen auch „selbstgemachte TK-Gerichte mit ‚professionell‘ schockgefrostetem Gemüse“. Ohne Schnibbeln. Es ist einfacher, gerade außerhalb der Saison. Aber Nutriscore ist „für Doofe“ und die gucken eh nicht danach Antworten
Holger
11.05.2021  at 00:04 Hallo, mein Name ist Holger. Ich kaufe sehr oft meine Lebensmittel bei REWE ein. REWE hat sich verpflichtet für alle Eigenmarken den Nutri-Score zu nutzen. Als Kunde finde ich den Nutri-Score sehr hilfreich. Ich würde mich freuen, wenn auch Frosta auf seinen Produkten den Nutri-Score angibt. Antworten
Volker
28.02.2021  at 10:55 Auch ich habe mich gewundert, bei Frosta keinen Nutri-Score zu finden. Weil eine Kritik daran ist, dass er freiwillig ist und deshalb zu erwarten war, dass die "Guten" ihn angeben und die "Weniger-Guten" verbergen, wie es um ihre Qualität steht. Damit ist er schon so konstruiert, dass niemand bloßgestellt wird, auch wenn er das verdienen würde.

Was mich allerdings überzeugt, ist der Umstand, dass Frosta es sehr früh riskiert hat, bessere Rohstoffe zu verwenden, sich die Produktion nicht leicht zu machen und offen über Inhaltsstoffe zu kommunizieren.

Wann immer ich bei Vergleichstests auf Frosta geachtet habe, haben sie gut abgeschnitten. Manchmal kann man konkurrierende Ziele nicht perfekt erreichen. Dann muss man offenlegen, warum man sich entschieden hat, eines davon höher zu bewerten. Und sollten sich Bewertungen ändern, dann räumt man das ein und passt man seine Entscheidung an.

Ich hoffe, weiter gute Nachrichten über Frosta zu hören und bin überzeugt davon, dass ein Markt vorhanden ist und weiter wächst, der das honoriert.
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Timo
30.01.2021  at 14:15 Vorweg, Ich mag die Frosta-Gerichte sehr, für mich sind sie die beste Alternative zum Selberkochen wenns mal schnell gehen muss.
Aber:
"Chemie ist eben günstiger als natürliche und gute Zutaten. Das heißt zum Beispiel Geschmacksverstärker und Aromen statt Salz und Olivenöl."

Das Zitat klingt auf emotionaler Ebene erstmal gut. Klar, wer will böse Chemie wenn mans authentisch haben kann?
Jetzt sind Geschmacksverstärker und künstliche Aromen aber nicht per se schädlich. Sicher, die Dosis macht das Gift - ob ich mich aber mit mehr Fett & Salz gesünder ernähre als mit einem künstlichen (Teil-)Substitut erschließt sich mir als Verbraucher nicht.
Dem Nutri-Score seh' ich neutral entgegen, was er aber bisher für mich getan hat: Lebensmittel genauer angeschaut an denen ich vorher vorbeigelaufen bin.
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Gorgs Dietmar
05.01.2021  at 00:46 Liebes Marketing-Team, ich bin neu beim Blog, und möchte mein Kompliment für die TK-Gerichte ausdrücken. Was mir besonders gefällt, sind die vielfältigen Informationen auf der Verpackung. Der erste Kontakt zum Produkt. Der Inhalt hält was die Beschreibung verspricht. Vielen Dank! Herzliche Grüße Dietmar Gorgs aus 91301 Forchheim- Reuth Antworten

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